NVA Panzer für die Ukraine

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NVA Panzer für die Ukraine

Bundesregierung genehmigt Verkauf ehemaliger NVA Panzer an die Ukraine

Die Bundesregierung hat einer tschechischen Firma den Weiterverkauf von 58 Schützenpanzern Typ PbV-501 aus alten DDR-Beständen der NVA an die Ukraine erlaubt. Es handelt es sich um Schützenpanzer vom Typ PbV-501.

Schützenpanzer Typ PbV-501

Der Schützenpanzer Typ PbV-501 ist ein schwimmfähiger Schützenpanzer aus sowjetischer Entwicklung, der in den 1960er Jahren in Dienst gestellt wurde. Er ist eines der am weitesten verbreiteten gepanzerten Fahrzeuge der Welt und wurde von über 50 Ländern eingesetzt.

Der PbV-501 ist ein 8-Rad-Fahrzeug mit einer Besatzung von drei Personen: Fahrer, Kommandant und Schütze. Er kann bis zu acht Soldaten befördern.
Die Hauptbewaffnung des PbV-501 ist eine 73-mm-Kanone, die mit Panzerabwehrmunition und hochexplosiver Munition bestückt werden kann. Zusätzlich ist der PbV-501 mit einem 7,62-mm-Maschinengewehr ausgestattet.

Der PbV-501 ist mit einem 600-PS-Dieselmotor ausgestattet und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.

Woher stammen die Schützenpanzer?

Die Schützenpanzer gelangten nach der Wiedervereinigung in den Besitz der Bundeswehr. Die Bundeswehr gab Ende der 1990er-Jahre die Schützenpanzer an die schwedische Armee ab.

Die schwedische Armee wiederum verkaufte sie an eine tschechische Firma, die jetzt die Panzer an die ukrainische Armee verkaufen möchte. Die tschechische Firma benötigte dafür die Erlaubnis der deutschen Behörden.

Die Schützenpanzer müssen zuvor noch instandgesetzt werden, was einige Wochen dauern wird.

Bereits im Jahr 2019 stellte die tschechische Firma einen Antrag an die Bundesregierung für den Verkauf der Panzer an die Ukraine. Die Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte jedoch damals keine Waffen in die Ukraine liefern, um den Dialog mit Russland nicht zu gefährden.