NVA: Entschädigung Radarstrahlengeschädigter

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Entschädigung

Kritik an der Entschädigungspraxis

Seit vielen Jahren gibt es Berichte und Studien gibt, die darauf hinweisen, dass der Dienst an Radargeräten in den 1950er bis 1980er Jahren bei Soldaten gesundheitliche Risiken mit sich brachten. Diese Problematik wurde 2003 durch die Einrichtung der Radarkommission des Verteidigungsausschusses des Bundestages offiziell anerkannt und untersucht. Der Abschlussbericht der Radarkommission hat bestätigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Dienst an Radargeräten und gesundheitlichen Risiken gibt.

Seitdem haben die betroffenen Soldaten in Deutschland Anspruch auf Entschädigung. Dies ist ein wichtiger Schritt, um diejenigen zu unterstützen, die durch ihren Dienst möglicherweise gesundheitliche Schäden erlitten haben. Allerdings gibt es, wie bereits erwähnt, immer wieder Kritik an der Entschädigungspraxis, insbesondere bezüglich der bürokratischen Hürden und der langen Bearbeitungszeiten.

Die Anerkennung und Entschädigung von Veteranen und Soldaten, die während ihres Dienstes gesundheitliche Schäden erlitten haben, ist ein wichtiger Aspekt der Fürsorgepflicht des Staates. Es ist notwendig, die Entschädigungsverfahren kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern, um sicherzustellen, dass die betroffenen Personen angemessene Unterstützung und Anerkennung erhalten. Die Gesundheit und das Wohlergehen derjenigen, die in den Diensten ihres Landes stehen, sollten stets vorrangig behandelt werden.

Katrin Kunert, Abgeordnete der Linken im Bundestag, kritisiert in einem Interview den Umgang der Politik mit dem Thema Radarstrahlenschädigung. Sie hält den bisherigen Umgang für menschenunwürdig und fordert eine Reform des Entschädigungsverfahrens.

Kritikpunkte am Entschädigungsverfahren

Die Interviewpartnerin, Katrin Kunert, Mitglied im Verteidigungsausschuss, äußert Kritik am bestehenden Entschädigungsverfahren für diejenigen, die von Radarstrahlenschädigung betroffen sind. Zu den Kritikpunkten gehören lange Bearbeitungszeiten, hohe bürokratische Hürden und die Tatsache, dass die Beweislast bei den Betroffenen liegt.

Forderung nach einem Audit

Katrin Kunert fordert die Durchführung eines Audits des Entschädigungsverfahrens. Dieses Audit soll untersuchen, ob das Verfahren seinen Zweck erfüllt und den aktuellen medizinischen Erkenntnissen über Gesundheitsschäden durch Radarstrahlen entspricht.

Neue medizinische Erkenntnisse

Die Interviewpartnerin möchte, dass auch neuere medizinische Erkenntnisse über mögliche weitere Erkrankungen durch ionisierende Strahlung bei der Entschädigung berücksichtigt werden. Sie betont, dass viele der Betroffenen bereits schwer krank sind und dringend auf Unterstützung angewiesen sind.


Insgesamt zeigt das Interview die anhaltenden Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Entschädigung von Soldaten, die im Dienst gesundheitliche Schäden erlitten haben, insbesondere im Zusammenhang mit Radarstrahlung. Katrin Kunert fordert eine Überprüfung und Verbesserung des Entschädigungsverfahrens, um den Betroffenen gerechter zu werden.

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