Ohre-Klasse

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Volksmarine der DDR NVA - Die Ohre-Klasse

Die Ohre-Klasse der Volksmarine der DDR

Die Ohre-Klasse umfasst sechs multifunktionale Versorgungs- und Unterkunftsschiffe aus dem Projekt 162, die in Ostdeutschland konzipiert und nach individuellen Plänen auf der Peene-Werft in Wolgast gefertigt wurden. In der Volksmarine der DDR dienten diese Schiffe als schwimmende Stützpunkte. Nach der Wiedervereinigung wurden alle Schiffe dieser Serie von der Deutschen Marine als Teil der Klasse 650 integriert.

Bau

Die Schiffe der Ohre-Klasse wurden zwischen 1972 und 1976 in den Volkswerften Stralsund gebaut. Sie waren die ersten Schiffe der Volksmarine, die mit einem dieselelektrischen Antrieb ausgestattet waren. Der Antrieb bestand aus zwei Dieselmotoren mit einer Leistung von je 1.200 kW, die über zwei Elektromotoren mit einer Leistung von je 1.200 kW die beiden Propeller antrieben. Die Schiffe hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten und eine Reichweite von 10.000 Seemeilen.

Einsatz

Die Schiffe der Ohre-Klasse waren von 1976 bis 1990 im Einsatz bei der Volksmarine. Sie wurden in der Ostsee, im Atlantik und im Mittelmeer eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehörten die Versorgung und Unterstützung von Seestreitkräften, die Unterbringung und Versorgung von Personal, die Durchführung von Übungen und Manövern sowie die Katastrophenhilfe.

Bewaffnung

Die Schiffe der Ohre-Klasse waren mit folgenden Waffensystemen ausgestattet:

  • 1 × 25-mm-Maschinenkanone
  • 2 × 12,7-mm-Maschinengewehre

Die Bewaffnung war eher symbolisch und diente hauptsächlich zur Selbstverteidigung.

Besatzung

Die Besatzung der Schiffe der Ohre-Klasse bestand aus 100 bis 120 Personen. Sie bestand aus Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.

Technische Daten

  • Länge: 78,5 m
  • Breite: 13,0 m
  • Tiefgang: 3,7 m
  • Verdrängung: 2.000 t
  • Antrieb: 2 × Dieselmotoren, 2.400 kW
  • Höchstgeschwindigkeit: 18 Knoten
  • Reichweite: 10.000 Seemeilen

Die Schiffe der Ohre-Klasse waren mit einem umfangreichen Versorgungssystem ausgestattet, das neben Treibstoff und Munition auch Lebensmittel, Wasser, Ersatzteile und medizinische Versorgung bereitstellen konnte. Sie verfügten außerdem über eine Krankenstation, eine Werkstatt und ein Schwimmbad.

Aufgaben

Versorgung und Unterstützung von Seestreitkräften

Die Schiffe konnten Treibstoff, Munition, Lebensmittel, Wasser und Ersatzteile an andere Schiffe und Boote liefern. Sie konnten auch als Werkstatt und Hospital genutzt werden.

Die Schiffe der Ohre-Klasse waren in der Lage, bis zu 1.000 Tonnen Versorgungsgüter zu transportieren. Sie verfügten über zwei Ladebäume mit einer Tragkraft von je 20 Tonnen. Die Schiffe konnten auch als Werkstatt genutzt werden, da Sie über eine Maschinenwerkstatt, eine Elektrowerkstatt und eine Schiffbauwerkstatt verfügten.

Unterbringung und Versorgung von Personal

Die Schiffe konnten bis zu 120 Personen unterbringen und versorgen. Sie wurden daher auch als Wohnschiffe für Seeleute genutzt. Diese Schiffe verfügten über 50 Einzelkabinen und 20 Doppelkabinen. Die Kabinen waren mit einer Nasszelle, einem Kühlschrank und einem Fernseher ausgestattet. Die Schiffe verfügten obendrein über eine Gemeinschaftsküche, einen Speisesaal, eine Bar und einen Freizeitraum.

Durchführung von Übungen und Manövern

Die Schiffe konnten als Basis für Übungen und Manöver der Seestreitkräfte genutzt werden. Sie verfügten über einen Konferenzraum mit einer Kapazität von 100 Personen und außerdem über eine Landefläche für Hubschrauber.

Katastrophenhilfe

Die Schiffe konnten bei Katastrophenfällen als Hilfsschiffe eingesetzt werden. Sie verfügten über ein umfangreiches Hilfsgüterlager und konnten auch als mobile Krankenhäuser genutzt werden.

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