Libelle-Klasse

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Volksmarine der DDR NVA -  Libelle-Klasse

Torpedoschnellboote der Libelle-Klasse

Die „Libelle-Klasse“ war eine Serie von kleinen Torpedoschnellbooten (KTS) der Volksmarine der Deutschen Demokratischen Republik (NVA der DDR), die unter der Projektnummer 131.400 geführt wurde. Diese Boote waren für maritime Einsätze konzipiert und spielten eine wichtige Rolle in der maritimen Strategie der DDR während des Kalten Krieges.

Die Libelle-Klasse war eine Klasse von Kleinen Torpedoschnellbooten (KTS) der Volksmarine der DDR. Sie wurde in den Jahren 1972 bis 1978 in zwei Bauserien von der VEB Peenewerft in Wolgast gebaut. Insgesamt wurden 16 Boote der Klasse in Dienst gestellt.

Die Boote der Libelle-Klasse waren als Nachfolger der Iltis-Klasse konzipiert. Sie waren größer und leistungsstärker als ihre Vorgänger und verfügten über eine verbesserte Bewaffnung und Elektronik.

Die Hauptbewaffnung der Libelle-Boote bestand aus zwei 533-mm-Torpedorohren, die parallel zum Kiel fest eingebaut waren und nicht mit Bordmitteln nachgeladen werden konnten. Die Torpedos des Typs 53-65K hatten eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern und konnten sowohl Schiffe als auch U-Boote bekämpfen.

Die Sekundärbewaffnung der Libelle-Boote bestand aus einem 14,5-mm-Maschinengewehr des Typs DSchK. Dieses Geschütz konnte zur Selbstverteidigung gegen Luft- und Seeziele eingesetzt werden.

Die Libelle-Boote waren mit einer Besatzung von 23 Mann besetzt. Die Boote waren mit moderner Elektronik ausgestattet, darunter einem Radargerät, einem Sonargerät und einem Feuerleitsystem.

Die Boote der Libelle-Klasse wurden in der Regel in der 6. Flottille der Volksmarine eingesetzt. Sie waren vor allem im Nord- und Ostseeraum im Einsatz und sollten dort die Schiffe und U-Boote der NATO bekämpfen.

Nach dem Ende der DDR wurden die Boote der Libelle-Klasse außer Dienst gestellt. Einige Boote wurden an andere Marinen verkauft, andere wurden verschrottet.

Ein Libelle-Boot, das Boot 952, ist im Marinemuseum Dänholm in Kiel ausgestellt.

Fazit

Die Boote der Libelle-Klasse zeichneten sich durch beachtliche Dimensionen aus, insbesondere für Torpedoschnellboote, mit einer Länge von 18,9 Metern und einer Breite von 4,5 Metern. Ihre Antriebskraft erhielten sie durch drei MTU-Dieselmotoren, die zusammen eine beeindruckende Leistung von 3600 PS erbrachten. Diese leistungsstarke Motorisierung ermöglichte es den Booten, Geschwindigkeiten von bis zu 48 Knoten zu erreichen. Hinsichtlich ihrer Reichweite konnten die Boote etwa 400 Seemeilen zurücklegen, was ihre operative Einsatzfähigkeit auf See unterstreicht.

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