Gab es Atomraketen in der DDR?

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Atomraketen in der DDR

Während der Zeit des Kalten Krieges gab es Atomwaffen auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Die sowjetischen Streitkräfte stationierten Atomwaffen auf dem Gebiet der DDR als Teil ihrer atomaren Abschreckung gegenüber der NATO und der Bundesrepublik Deutschland (BRD). Diese Atomwaffen waren unter der Kontrolle der sowjetischen Streitkräfte und nicht unter der Kontrolle der DDR.

Die genaue Anzahl und Art der stationierten Atomwaffen waren lange Zeit geheim, und die DDR-Regierung hatte begrenzten Einblick in diese Angelegenheit. Die Stationierung von Atomwaffen in der DDR war ein Teil der allgemeinen atomaren Aufrüstung und des Wettrüstens während des Kalten Krieges.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Ende des Kalten Krieges in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren wurden viele dieser Atomwaffen abgezogen und/oder demilitarisiert, und es wurden internationale Vereinbarungen getroffen, um die nukleare Abrüstung in der Region zu fördern. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurden die verbliebenen Atomwaffen aus der ehemaligen DDR abgezogen.

Mittelstreckenraketen

Die R-12, auch bekannt unter dem NATO-Codename „SS-4 Sandal“ und dem GRAU-Index 8K63, war in eine sowjetische Mittelstreckenrakete, die während des Kalten Krieges eine bedeutende Rolle spielte. Sie wurden von der Sowjetunion in den Jahren 1958 bis 1963 in der DDR stationiert.

Die R-14, auch bekannt als SS-5 Skean, waren ballistische Raketen, die von der Sowjetunion entwickelt wurden. Diese Raketen hatten eine Reichweite von etwa 3.000 Kilometern und waren mit nuklearen Sprengköpfen ausgestattet, die eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Megatonnen hatten. Die Stationierung dieser Raketen in der DDR erfolgte in den Jahren 1963 bis 1966.

Interkontinentalraketen

Die RSD-10 Pioner (NATO-Bezeichnung SS-20 Saber) war eine sowjetische mobile ballistische Mittelstreckenrakete zum Transport von nuklearen Sprengköpfen. Die Raketen waren Gegenstand großer politischer Auseinandersetzungen zwischen der NATO und der Sowjetunion. Die Raketensysteme wurden unter dem 1987 geschlossenen INF-Vertrag bis zum Jahr 1989 ausgemustert und bis 1991 zerstört.

Die DDR selbst hatte keine eigene Atomwaffen entwickelt oder produziert. Die auf dem Gebiet der DDR stationierten Atomwaffen standen unter Kontrolle der damaligen Sowjetunion.

Verfügte die NVA über Atomraketen?

Im Jahr 1982 wurde ein Projekt zur Entwicklung einer eigenen nuklearen Bewaffnung der NVA gestartet. 1987 fand das Programm ein Ende, als sich immer mehr Unruhen in der DDR zeigten, die hin bis zur friedlichen Revolution 1989 führten.

Über die Gründe für die Einstellung des Projekts wird spekuliert. Eine Überlegung führt zu der Vermutung, dass die Sowjetunion die NVA nicht mit Atomwaffen ausstatten wollte, um die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs zu verringern.


Die Nationale Volksarmee (NVA) war die Armee der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) von 1956 bis 1990. Die Armee bestand aus den drei Teilstreitkräften Landstreitkräfte, Luftstreitkräfte/Luftverteidigung und Volksmarine.

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