Karl Hans Walther – Generalarzt der Wehrmacht

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Karl Hans Walther

Karl Hans Walther war ein deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer.

Wer war Karl Hans Walther?

Karl Hans Walther, geboren am 4. Oktober 1895 in Gotha und gestorben am 9. März 1965 in Ost-Berlin, war ein deutscher Generalarzt in der Wehrmacht.

Karl Hans Walther in der NVA der DDR

Erster Weltkrieg

Von 1914 bis 1921 studierte er Medizin an der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Während seines Studiums war er Mitglied des Pépinière-Corps Saxonia (1914) und des Corps Normannia Berlin (1920).

Reichswehr und Wehrmacht

Nach seinem Studium war er von 1920 bis 1928 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). In den Jahren 1920 bis 1928 diente er als Sanitätsoffizier in der Reichswehr in Berlin, Halberstadt und Görlitz. 1928 wurde er Leiter des Medizinischen Untersuchungsamtes in Berlin und der Hygienischen Untersuchungsstelle in Dresden. Von 1933 bis 1939 war er Fachreferent für Hygiene im Reichswehrministerium und wurde 1936 Standortarzt und Chefarzt im Standortlazarett Berlin. Er wurde auch Dozent für Hygiene an der Universität Leipzig. 1939 wurde er zum Chefepidemiologen und Armeearzt der Heeresgruppe A und des Armeeoberkommando Norwegen ernannt. Im Jahr 1944 wurde er zum Generalarzt befördert und geriet 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

DDR

Nach seiner Freilassung im Jahr 1949 engagierte er sich im Gesundheitswesen der DDR. Er war drei Jahre lang Hauptabteilungsleiter im Institut für Gesundheitswesen.

Am 15. September 1952 trat er in die bewaffneten Organe ein und wurde am 1. Oktober 1952 zum Generalmajor der Kasernierten Volkspolizei ernannt. In dieser Position war er Chef der Medizinalverwaltung im Ministerium des Innern (bis 1953) und der Kasernierten Volkspolizei (bis 1955).

Im Dezember 1952 erhielt er den Ehrentitel „Verdienter Arzt des Volkes“. Im Jahr 1954 wurde er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Er wurde 1956 in die Nationale Volksarmee übernommen und leitete bis zu seiner Pensionierung am 31. Dezember 1956 die Militärmedizinische Sektion an der Universität Greifswald. Er erhielt Auszeichnungen wie den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und die Hufeland-Medaille in Gold.

Karl Hans Walther hatte sich habilitiert und war Professor. Sein Lebensweg führte ihn von seiner Rolle als Sanitätsoffizier in der Reichswehr und Wehrmacht bis hin zu seinen Funktionen im Gesundheitswesen der DDR und der Nationalen Volksarmee.

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